Biografie
Die Altistin Sandra Gerlach überzeugt mit einem warm grundierten, tragfähigen Timbre und großer darstellerischer Intensität. Ihr Repertoire reicht dabei von Händel und Mozart über Wagner bis hin zu zeitgenössischem Musiktheater.
Erste Engagements führten sie 2024 als „Older Woman“ in Flight von Jonathan Dove an das Theater Aachen und das Theater Bonn (Regie: Adriana Altaras). Als “3. Dame” in Mozarts Zauberflöte war sie 2023 und 2024 sowohl am Goethe-Theater Bad Lauchstädt als auch 2025 bei den Eutiner Festspielen zu erleben (Regie: Igor Folwill). Im gleichen Jahr hatte sie die Möglichkeit als Cover für die Partie des “Farnace” in Mozarts “Mitridate, re die Ponto” an der Hamburgischen Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Adam Fischer zu arbeiten (Regie: Birgit Kajtna-Woenig). Zudem gestaltete sie 2025 die „Dryade“ in Ariadne auf Naxos von Richard Strauss (Regie: Dietrich Hilsdorf) und 2022 die "Mary" in Richard Wagners Der fliegende Holländer (Regie:Georg Rootering). Ihre Bühnenarbeit zeichnet sich durch klare Rollengestaltung und eine intensive musikalische Durchdringung aus.
Bereits während ihres Studiums konnte sie anspruchsvolle Partien ihres Fachs interpretieren. Sie übernahm die Titelpartie in The Rape of Lucretia von Benjamin Britten (Regie: Gabriele Rech), sowie die “Olympia” in der Uraufführung der Oper Felix Krull von Marc Vogler (Regie: Oliver Kloeter). Am Theater Lübeck sammelte sie als „Königin Fanette“ in Die Abenteuer des König Pausole von Arthur Honegger (Regie: Michael Wallner) erste Bühnenerfahrung. Im Händel Opernpasticcio "Gefährliche Liebschaften" war sie als Francesca zu erleben (Regie: Claudia Gotta) und im Mozart Pasticcio "Ombra felice" sang sie die Altpartie am Theater Aachen (Regie: Clara Hinterberger).
Engaments im Konzertbereich führen Sandra Gerlach regelmäßig in zahlreiche Kirchen Deutschlands und 2025 erstmals in die Kölner Philharmonie und die Tonhalle Düsseldorf. Ihr breit gefächertes Repertoire umfasst zentrale Werke des Altfachs wie Verdis Messa da Requiem, Beethovens Sinfonie Nr. 9, Palmeris „Misa Tango“, Mozarts „Requiem“, Rossinis „Petite Messe solennelle“, Mendelssohns „Elias“, Händels „Messiah“, Dvořáks und Pergolesis „Stabat mater“, Bachs und Saint-Saëns Weihnachtsoratorien, sowie Bachs „h-moll Messe“, „Johannes- und Matthäuspassion“.
Neben regelmäßigen Liedprojekten übernahm sie mehrfach die Altpartie in Mahlers Das Lied von der Erde, Kindertotenliedern und Elgars Seapictures op. 37. Dabei verbindet sie klangliche Tiefe mit textlicher Präzision und stilistischem Feingefühl.
Sandra Gerlach wuchs im Westerwald auf und erhielt dort ihre musikalische Grundausbildung am Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz, wo sie Klavierunterricht bei Prof. Roglit Ishay und Gesangsunterricht bei Martina Hennemann erhielt. Ihr Bachelorstudium absolvierte sie bei Prof. Franz-Josef Einhaus an der Musikhochschule Lübeck. Im Sommer 2023 schloss sie ihre Masterstudiengänge Gesang Lied/Konzert und Musiktheater an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Lioba Braun ab, die sie weiterhin stimmlich betreut. Künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen unter anderem bei Simone Kermes, Michaela Schuster, Dorothea Wirtz, Pauliina Tukiainen, Josef Loibl und Brigitte Fassbaender. Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands Ammersee e.V..
Stand März 2026